Hanfmehl

Mit dem aromatischen Hanfmehl haben Lebensmittelprodukte aus Nutzhanf mittlerweile auch ihren Einzug in die heimische Küche gehalten. Ebenso wie die gesunden Hanfnüsse, aus deren Samenrückständen es durch kalte Pressung gewonnen wird, enthält Hanfmehl wertvolle Inhaltsstoffe, die es besonders gesund und bekömmlich machen. Vor allem aufgrund des hohen Anteils an Hanfproteinen, Ballaststoffen, Vitaminen und Omega-3- sowie Omega-6-Fettsäuren stellt das Mehl eine willkommene Abwechslung dar.

Anwendungsmöglichkeiten

Grundsätzlich dient Hanfmehl in in der Küche als leicht verträglicher Zusatz beim Kochen und Backen sowie zum Binden von Saucen und Suppen. Der nussige Eigengeschmack verleiht den Lebensmitteln dabei zusätzlich eine wohlschmeckende Note. Zu beachten ist hier jedoch, dass das Hanfmehl beim Backvorgang nicht wie gewöhnliches Getreidemehl gehandhabt wird, sondern nur 8 bis 10% der notwendigen Gesamtmenge an Mehl ersetzen sollte. Da Hanfmehl nicht aufgeht, kein Gluten enthält und recht herzhaft ist, kann es nämlich ohne solch eine Vermischung nicht allein verwendet werden.

Herstellung

Auch die Herstellung von Hanfmehl unterscheidet sich von der Gewinnung gewöhnlicher Mehlsorten. Grund dafür ist das Öl, welches in Hanfsamen in großen Menge vorhanden ist. Werden Hanfnüsse nur gemahlen, entsteht dabei kein Mehl, sondern eine Art Butter. Deshalb ist es notwendig, nicht die Hanfnüsse selbst, sondern deren Rückstände zu mahlen, die bei der Extraktion des Hanföls durch Pressung übrig bleiben.

Gamma-Linolensäure

Eine große Besonderheit des Hanfmehls ist sein Restgehalt an sogenannter Gamma-Linolensäure, kurz GLA. Diese dreifach ungesättigte Omega-6-Fettsäure wird normalerweise in jedem menschlichen Organismus aus der essentiellen Omega-6-Fettsäure Linolsäure synthetisiert bzw. direkt über die Nahrung aufgenommen. Allerdings ist die Zahl an Lebensmitteln, die GLA enthalten, sehr rar. Dazu zählen neben Hanfmehl und Hanföl nachweislich auch Borretschsamenöl, Nachtkerzenöl, Granatapfelsamenöl und das Öl der Schwarzen Johannisbeere.

Die Einnahme von Gamma-Linolensäure hat mehrere gesundheitliche Vorzüge. Zum einen beeinflusst GLA körperliche Entzündungen, wie Neurodermitis, äußerst positiv, da ausreichende Mengen das Hautbild deutlich sichtbar verbessern können. Zum anderen senkt Gamma-Linolensäure nicht nur den Blutdruck, sondern ist darüber hinaus auch wichtig für das Gehirn, speziell für Nervenreizleitung. Die Aktivierung des Stoffwechselsystems stellt einen zusätzlichen Vorteil dar, wobei die GLA hier dafür sorgt, dass bereits eingelagerte Fette schneller abgebaut werden und somit effizienter für die Energiegewinnung eingesetzt werden können.

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